Louis Armstrong - Biografie

Louis Armstrong wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und musste bereits als Siebenjähriger Zeitungen verkaufen. Nachdem er in der Silvesternacht 1912 mit dem Revolver seines Onkels in die Luft schoss, wurde er Anfang 1913 wegen Unruhestiftung in die Anstalt für obdachlose farbige Jugendliche, das "Colored Waif’s Home for Boys", eingewiesen. In dieser strengen Organisation lerne er die Grundlagen des Kornettspiels (Blechblasinstrument, das trotz der trompetenähnlichen Form und Stimmlage zu den Horninstrumenten gehört). Bis zum Jahre 1918 schlug er sich mit Gelegenheitsjobs und ersten kleinen Auftritten als Musiker im Rotlichtmillieu durch.

Der Aufstieg zum Weltstar

Von 1918 bis 1919 spielte er regelmäßig auf einem Mississippi-Dampfer in der Band "Fate Marable", die die Passagiere auf den langen Fahrten unterhielt. 1922 stieß er als zweiter Trompeter zu "King Oliver’s Creole Jazz Band", die damals in Chicago spielte. 1924 heiratet er Lilian Hardin, die Pianistin der Band. Kurz nach der Hochzeit wechselte er in die Band von Fletcher Henderson, wo er schnell zum Starsolisten wurde. 1927 wechselte er vom Kornett zur Trompete. Ab 1932 führten in zahlreiche Tourneen in die ganze Welt. Von der US-Regierung wurde er aufgrund seiner weltweiten Berühmtheit in den Hochzeiten des Kalten Krieges als musikalischer Mobilmacher in den Ost-West-Konflikt entsandt.

Vom Geburtstag zum Todestag

Fragte man Armstrong nach seinem Geburtstag, gab er stets den Unabhängigkeitstag der USA – also den 4. Juli, im Jahre 1900 an. Unter der farbigen Bevölkerung der USA war das zu dieser Zeit nicht unüblich, wenn die Umstände oder das Datum der Geburt nicht bekannt waren oder es den damals herrschenden gesellschaftlichen Vorstellungen nicht entsprach. Aus seinem Taufschein, den man erst im Jahre 1983 entdeckte, geht das eigentliche Geburtsdatum hervor - der 4 August 1901. Der Todestag ist unumstritten - Louis Armstron starb am 6. Juli 1971 in New York an einem Herzanfall.