Ella Fitzgerald - Biografie

Ella Fitzgerald wurde am 25. April 1917 in Newport News in Virginia geboren. Bereits mit 14 Jahren wurde sie zur Vollwaise. Im zarten Alter von 16 Jahren gab sie ihr Debüt als Sängerin im legendären Apollo Theater in Harlem. Dort wollte sie ursprünglich als Tänzerin auftreten. Als der Moment gekommen war, zitterten ihr allerdings die Beine – sie sang stattdessen ein Lied und wurde daraufhin 1935 von Chick Webb in seine Band aufgenommen.

Karriere

Mit nur 21 Jahren gelang ihr bereits ein Millionenhit mit "A Tisket, a Tasket". Als ihr Mentor 1939 starb, übernahm sie unter dem Namen "Ella Fitzgerald and Her Famous Orchestra". Da sie aber keine Noten lesen konnte, war sie als Bandleaderin nicht geeignet und startete 1941 ihre Solokarriere - und entwickelte sich zu einer der größten Jazzsängerinnen ihrer Zeit. Ihr Repertoire reichte von Swing über Bebop, Blues, Bossa Nova, Samba, Gospel und Hip-Hop. Nicht selten wurde ihr der Beinamen "First Lady of Song" verpasst. Der sogenannte Scatgesang wurde zu ihrem Markenzeichen, ebenso ihr Stimmumfang von drei Oktaven.

Erfolge

Zu ihren besten Schallplatteneinspielungen zählen die Songbooks der wichtigsten Komponisten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie setzte ihnen damit Denkmäler und lieferte allen nachfolgenden Sängerinnen Lehrbücher für die perfekte Interpretation der jeweiligen Songs. Sie gewann insgesamt 13 Grammys; 1987 wurde sie mit der National Medal of Arts ausgezeichnet. Jahre lang litt sie an Diabetes, gegen Ende ihres Lebens führte dies sogar zur Erblindung. Eine weitere Folge der Krankheit war die Amputation beider Unterschenkel 1993. Drei Jahre später - am 15. Juni 1996 - verstarb sie als eine der wichtigsten Jazzsängerinnen des 20. Jahrhunderts.